Feiern und Lärm

 

Leider geben die Erfahrungen der letzten acht Wochen Anlass, auch dieses wenig erfreuliche Thema mal wieder zu thematisieren: Es erreichten mich dazu viele Beschwerden aus allen Ecken des Dorfes, und ich kann nur sagen, zu Recht. Gegen Feierlichkeiten im Außenbereich bei sommerlichem Wetter klagt niemand, ätzend ist es jedoch für Nachbarn und Dorfgemeinschaft, wenn die Feiernden meinen, die Musik bis weit nach Mitternacht aufdrehen zu müssen. Das zeugt von einem überschaubaren Verständnis für die Belange der Mitmenschen. Und nein: Das „Argument“, es sei doch nur einmal im Jahr zieht nicht, das wiederum lässt auf eine stark subjektiv verengte Sicht schließen: Wir haben im Dorf weit mehr als 300 Haushalte und deutlich mehr als 700 Erwachsene und (ältere) Jugendliche, die - man soll es kaum glauben - alle einmal im Jahr Geburtstag haben. Der Dreisatz ist nicht so schwer… Also: Einfach der Vernunft folgen und die Musik abdrehen, was rechtlich ab 22.00 Uhr zwingend geboten ist. Ich kann sagen, dass um 22.00 Uhr noch keiner auf Lärm hingewiesen hat, von besonderen Empfindlichkeiten, die ja auch gerne behauptet werden, kann nicht die Rede sein. Sicher armselig wäre es, wenn die Polizei, die nachts wesentlichere Aufgaben hat, wegen derartiger Dinge vorbeikommen muss. Und im Übrigen: Bitte auch bedenken, dass die Coronapandemie, nicht zuletzt durch Unverständnis, wieder an Fahrt aufnimmt.